Die Bank für Sozialwirtschaft AG wurde in 1923 als "Hilfskasse gemeinnütziger Wohlfahrtseinrichtungen Deutschlands GmbH" von den damaligen Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege und dem Wirtschaftsbund (WIBU) in Berlin gegründet und ist ein Spezialkreditinstitut für Einrichtungen und Organisationen des Sozial- und Gesundheitswesens. Der Hauptsitz ist Köln, weitere Geschäftsstellen finden sich in Berlin, Dresden, Hannover, Karlsruhe, Leipzig, Magdeburg, Mainz, München und Stuttgart. Hinzu kommt noch ein Europa-Büro in Brüssel.
Angebot, Leistung und Service sind ganz im Sinne einer Spezialbank speziell auf die Anforderungen der Sozialwirtschaft abgestimmt, die unter besonderen rechtlichen Rahmenbedingungen und anderen Finanzierungsstrukturen arbeiten. Freigemeinnützigen Kunden stehen speziell zugeschnittene Angebote und Programme zur Finanzierung zur Verfügung.
Erst dieses Jahr veröffentlichte die Bank für Sozialwirtschaft ein Seminarprogramm zu betriebswirtschaftlichen und rechtlichen Fragestellungen der Sozialwirtschaft.
Seit den 1960er Jahren bietet die Bank für Sozialwirtschaft zusätzlich ganz wie normale Vollbanken die gesamte Bandbreite der Bank- und Finanzdienstleistungsgeschäfte an, bleibt in erster Linie jedoch in erster Linie ein Spezialkreditinstitut für Wohlfahrtseinrichtungen. Als Serviceleistung bietet die Bank für Sozialwirtschaft Betriebsvergleiche, ein Online-Informationssystem zu Förderprogrammen und Förderpolitik der EU und ein Seminarprogramm sowie Veröffentlichungen zu aktuellen Fragestellungen der Sozialwirtschaft an.
Die Aktionäre sind Stiftung Kronenkreuz, Stuttgart (23,57%), Caritas Stiftung Deutschland, Freiburg (23,57%), Deutsches Rotes Kreuz e.V., Berlin (9,25%), Arbeiterwohlfahrt, Bundesverband e.V., Bonn (7,86%), Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband, Gesamtverband e.V., Frankfurt (3,57%) und die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland, Frankfurt (0,71%). Die restlichen 31,47% sind Streubesitz, meist weitere Vertreter aus der Sozialwirtschaft.
Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege sind also auf der einen Seite Sprachrohr und Vertretung der sozial Schwachen und derer die Empfänger die Leistungen von gemeinnützigen Einrichtungen sein sollen, stehen aber ebenso auf der anderen Seite als Leistungserbringer in Form von Aktionären einer Spezialbank für Sozialwirtschaft.
Am 31. Dezember 2005 betrug die Bilanzsumme der Bank für Sozialwirtschaft 4,2 Milliarden Euro.
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