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FINANZIERUNGSMODELLE |
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Finanzierungsmodelle - Überblick
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Banken bieten heute verschiedene Finanzierungsmodelle an. Welches Darlehen angeboten wird, hängt in erster Linie vom jeweiligen Verwendungszweck ab. Prinzipiell unterscheidet man zwischen Darlehen für die Baufinanzierung und Darlehen für private Zwecke, die so genannten Konsumentendarlehen. Konsumentendarlehen werden als Ratenkredite vergeben, die über einen vorher festgelegten Zeitraum zurückgezahlt werden. Ratenkredite werden in der Regel ohne die Stellung von Sicherheiten vergeben, auch muss der Verwendungszweck, also der Kauf von Möbel oder Fahrzeugen nicht nachgewiesen werden. Die Zinssätze richten sich z.B. nach der Höhe des Darlehens und der Laufzeit, aber auch die Bonität des Kunden wird hier berücksichtigt. Die Zinssätze schwanken zwischen 7 und 12 Prozent effektivem Jahreszins.
Eine günstigere Art der Finanzierung ist die Baufinanzierung. Diese ist jedoch zweckgebunden, das heißt, dass Belege und Rechnungen für die Verwendung der Darlehen vorgelegt werden müssen. Baufinanzierungen können sowohl für Renovierungen als auch für Modernisierungen und Neubauten verwendet werden.
Baufinanzierungen sind relativ komplex. Hier stehen mehrere Darlehensvarianten für verschiedene Finanzierungsmodelle zur Verfügung. Der Klassiker bei den Baufinanzierungen ist das Annuitätendarlehen. Hier werden die Zinsen für 5 bis 15 Jahre fest vereinbart, des Weiteren wird die Höhe der Tilgung festgelegt. Während der Zinsfestschreibung zahlt der Kunde die Rate, die Annuität. Erst nach Ablauf der Zinsfestschreibung müssen die Zinsen neu verhandelt werden. Gerade in Phasen steigender Zinsen kann dies ein Risiko darstellen. Daher bieten viele Banken jetzt auch Finanzierungsmodelle mit einer längeren Festschreibung der Zinsen. Diese Finanzierungsmodelle kombinieren ein tilgungsfreies Darlehen mit einem Bausparvertrag. Für das Darlehen werden in den ersten Jahren nur Zinsen gezahlt, nebenbei erfolgt die Besparung eines Bausparvertrages. Nach Zuteilung des Bausparvertrages wird das Vorausdarlehen getilgt, das Bauspardarlehen tritt an dessen Stelle.
Das Bauspardarlehen hat verschiedene Vorteile gegenüber dem Annuitätendarlehen. Die Zinssätze können bereits bei Abschluss des Bausparvertrages vereinbart werden. Sie liegen je nach Bausparkasse zwischen 1,5 und 4% p.a., sind also günstiger. Auch können jederzeit Sondertilgungen bei diesem Finanzierungsmodell vereinbart werden, was bei Annuitätendarlehen separat vereinbart werden muss und ggf. mit Zinsaufschlägen berechnet wird. Bauspardarlehen können aber für jede Finanzierung sinnvoll sein und zum Beispiel das Risiko der Zinsänderung nach Ablauf der Zinsbindungsfrist verringern. Für die Ansparung des Bausparvertrages können zudem Vermögenswirksame Leistungen genutzt werden, für die es staatliche Förderung gibt.
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